Unter dem Milchwald

Von Dylan Thomas

Idee und Inszenierung: Jürgen Heidenreich †
Wiederaufnahme: Susanne Moehrcke
Technische Direktion und Lichtdesign: Marc Hermann

Verschoben ins nächste Jahr

Trailer

Es ist Frühling, die Nacht schwarz. Kein Mond und keine Sterne erleuchten den Himmel. So beginnt der Tag in dem kleinen walisischen Fischerdorf Laugharne, das im Stück zu Llaregubb wurde. Sinnliche Metapher, Lieder, Stimmen und zahlreiche Geräuscheffekte zeichnen ein Bild vom Leben einer dörflichen Gemeinde während eines einzigen Tages.
Erlebbar ist der simple Alltag einfacher Leute mit ihren Sorgen, Querelen, Hoffnungen, Wünschen, Enttäuschungen. 53 überlebensgroße, expressive Figuren und bewegliche Skulpturen treten in der Netzebander Fassung des Stückes mit einfachen aber charakteristischen Masken und Kostümen auf. Ihre Bewegungen sind typisiert. Und so geben sie den „ach so anständigen“ kleinen Leuten von Llareggub mit ihren Lastern und Trieben, Träumen und Phantasien eine neue Dimension und lassen sie aus dem Alltag heraustreten. Alle, die an diesen Abenden im Netzebander „Milchwald“ dabei sind, lassen ebenfalls ihren Alltag hinter sich und treten in die Welt des Theaters ein.

Erst wieder am 18. / 19. und 25. / 26. Juni 2021
Karten 2020 bleiben gültig

Premiere am Sonntag, 30. August 2020 Aschenbrödel

Ein Theaterspektakel für die ganze Familie

Fassung / Inszenierung: Axel Poike
Musikalische Einrichtung: Arnold Fritzsch
Choreografie: Gritt Maruschke
Bühne: Robert Vogel
In Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule Neuruppin

Aschenbrödel lebt nach dem Tod ihres Vaters auf dessen Gutshof bei ihrer Stiefmutter und ihrer Stiefschwester. Von beiden wird sie wie eine Magd behandelt. Eines Tages erhält sie vom Verwalter des Gutshofs, ihrem treuesten Freund, einen Zweig mit drei Haselnüssen, welche ihr drei Wünsche erfüllen. Mit Hilfe dieser Nüsse und dem Mut, ihr Schicksal selbst in die Hände zu nehmen, gewinnt sie das Herz ihres Prinzen.
Weltweit gibt es von dieser Geschichte etwa 400 verschiedene Varianten. In unserem Sprachraum haben die Brüder Grimm und Ludwig Bechstein diese Figur als Aschenputtel bekannt gemacht. Die Grimm-Variante geht auf den französischen Erzähler Charles Perrault aus dem Jahre 1697 zurück.  Walt Disney diente diese Version als Vorlage für den Zeichentrickfilm „Cinderella“.
Für den berühmten DEFA Film, aus dem Jahre 1973, diente das tschechische Aschenbrödel nach der Erzählung von Božena Němcová als Vorlage. Diese entstand zwischen 1842 und 1845. Bei Božena Němcová heißt es: „Aschenputtel war immer guter Laune und klagte nicht, obwohl ihm nur Leid geschah.“

Unser Aschenbrödel – gespielt von Daria Monciu – ist also kein Mauerblümchen. Sie ist im besten Sinne emanzipiert, sie reitet und jagt wie ein Junge. Sie ist frech und vor allem, sie hat Humor! Aschenbrödel findet trotz aller Demütigungen immer wieder einen Weg, ihr Leben zu genießen. Dabei bleibt sie immer sie selbst und verstellt sich nie. Beim Theatersommer 2020 wollen wir nun diese alte Geschichte neu erzählen. Da die Premiere am 4. Juli stattfindet, so müsst ihr natürlich auf winterlichen Schnee, der den Reiz des alten Filmes ausmachte, leider verzichten. Jedoch haben wir dafür etwas sehr Schönes zu bieten – das Naturtheater auf einer Waldlichtung im Gutspark Netzeband!

Sonntag 30. August, 15 Uhr
Sonntag 6., 13., 20., 27. September, jeweils 11:00 und 15:00 Uhr
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Premiere am Samstag, 1. August 2020Bluthochzeit

Tragödie in drei Akten von Federico García Lorca
Neu übersetzt aus dem Spanischen von Karina Gómez-Montero

Inszenierung: Herbert Olschok
Masken, Kostüme: Alexandra Pommerening
Bühnenbild: Sabine Pommerening
Bühnenbau: Robert Vogel
Lichtdesign: Henning Schletter

Eine Hochzeit steht bevor. Wider besseren Wissens hat auch die Mutter des Bräutigams ihren Segen gegeben. Verdrängt wurde, dass die Braut einst einen anderen leidenschaftlich liebte – Leonardo, Mitglied einer mit der Mutter des Bräutigams aufs Blut verfeindeten Familie. Die Braut meint, ihre Gefühle für den ehemaligen Verlobten besiegt zu haben. Doch seine Besuche noch vor der Hochzeit entfachen die Leidenschaft erneut. Die wieder erwachten Gefühle der Braut achten nicht den Skandal.

Noch am Hochzeitstag verlässt sie den Bräutigam und reitet mit Leonardo. Das ganze Dorf beteiligt sich an der Verfolgung der beiden. Sie fliehen in den Wald und alles läuft auf einen blutigen Kampf hinaus. Wo Familienehre nicht hinterfragbar und von höchstem moralischem Wert ist, haben Gefühle keine Chance.

Sa. 01.08. | Fr. 07.08. | Sa. 08.08. | Fr. 14.08. | Sa. 15.08. | Fr. 21.08. | Sa. 22.08. |
Fr. 28.08. | Sa. 29.08.
jeweils um 20:30 Uhr

Sa. 29.8. Lange Nacht des Theaters – diesmal open air

Die Lange Nacht des Theaters am 29.8. wird nach draußen verlegt. Passend zum spanischen Flair des Theaterabends erklingen Flamenco- und Tangorhythmen. Musik u.a. von Astor Piazolla, George Gershwin und Paquito D’Rivera interpretieren Yuki Inagawa, Klavier und Sabina Matthus-Bebie, Klarinette/Bassklarinette und Saxophon.
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