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Peer Gynt

Richard III

DER WIDERSPENZTIGEN ZÄHMUNG

DER STURM

Faust I und II

Scherz Satire Ironie
und
tiefere Bedeutungen

Die Nibelungen

Teil 3 „Kriemhilds Rache“

Teil 2 „Siegfrieds Tod“

Teil 1 "Der Fluch des Ringes"

Synchrontheater

DER WIDERSPENSTIGEN ZÄHMUNG

von William Shakespeare

Regie: Frank Matthus

Kostüme: Mareike
Porschka

Masken: Jana Fahrbach


Lichtdesign / Technische Leitung: Marc Hermann

Choreographie: Gritt Maruschke

>>> zum Film | Ensemble


Wohl kaum ein Stück der Theatergeschichte thematisiert den Mann-Frau Konflikt auf so drastische Weise wie DER WIDERSPENSTIGEN ZÄHMUNG von William Shakespeare. Eine Frau wird tatsächlich mit Gewalt unterworfen – und ist am Ende damit glücklich. Das Provokante dieses Ansatzes stellt alle Emanzipationsdebatten und den Kampf der Frauen der letzten 150 Jahre praktisch auf den Kopf. Ohne sich vordergründig in einer männlich-verschütteten Machowelt zu verlieren, ist gerade das politisch Unkorrekte dieses Ansatzes reizvoll.
 
 

Wie ja Shakespeare noch viel mehr „verdreht“ in seinem Stück: Gleich zu Beginn tritt ein Trunkenbold auf, der – kaum hat er ein paar ungehobelte Sätze gelallt – ins Alkohol-Trauma fällt. Er wird von einem hohen Herrn gefunden, der von der Jagd heimkehrt. Dieser hat nun seinen Spaß daran, den armen Schlucker von seiner Dienerschaft in reiche Gewänder kleiden zu lassen und in sein hochherrschaftliches Bett zu legen. Aufwachend wird dem Kerl klargemacht, dass er lange Zeit krank und verwirrt gewesen sei und alle glücklich wären, ihn nun endlich wieder gesund zu sehen. Unser Trunkenbold ist vollends verwirrt, als ihm dann noch seine angebliche Frau präsentiert wird. Diese „sozialschänderische Situation“, in der Spott getrieben wird mit der Armut, ist so gemein, so berührend - wie komisch.

Es wird verwechselt, gelogen, betrogen – ganz wie im realen Leben; vor allem, wenn es darum geht, eine schöne Frau zu erobern. Und hier ist „Käthchen“ (die Widerspenstige) nicht die Einzige. Eine rasante, in gewisser Weise „schräge“ Komödie, die aber auf Grund der Zuspitzung der Themen immer ihren doppelten Boden behält.